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Gedichte, Lyrik, Poesie

Der Ewige und die Stunde
162 Bücher



Alfons Petzold
Der Ewige und die Stunde . 1. Auflage 1912



Der Bach

Es rauscht ein Wasser durch die Nacht;
Froh tönt sein heller Wellenschlag.
Es grüßt die Sterne, jauchzt und lacht
Und denkt nicht an den Tag.

Nicht an den Tag, der schicksalschwer,
Mit sich die bange Stunde bringt,
In der das dunkeltiefe Meer
Die klare Flut verschlingt.

Zwar ist es tief in sich bewußt
Des Endes, das der Tag ihm bringt;
Doch nimmt dies nichts von seiner Lust,
Es wandert froh und singt:

"Aus Gottestiefe komm ich her,
Geheiligt ist mein klarer Lauf
Und Gottestiefe birgt das Meer,
Das morgen nimmt mich auf."

"Ich werde nicht vernichtet sein,
Verlaß ich dieses Tals Gebreit,
Denn mein Geströme mündet ein
In Gottes Ewigkeit."


  Alfons Petzold . 1882 - 1923






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