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Gedichte, Lyrik, Poesie

Der Ewige und die Stunde
162 Bücher



Alfons Petzold
Der Ewige und die Stunde . 1. Auflage 1912



Schneeflocken

Winzig kleine Englein fliegen
Auf die dunkle Erde nieder.
Sieh ihr Tanzen und ihr Wiegen,
Höre ihre frohen Lieder.
Wenn sie ruhen nach dem Tanze,
Tausend da und tausend dort,
Ist mit ihrem Silberglanze
Übersprüht ein jeder Ort.

Ihre Stirnen, hocherhoben,
Tragen Krönlein funkelhelle.
Ihre Röckchen sind gewoben
Aus dem Duft der Ätherwelle.
Und sie singen so, als übe
Jedes ein ein frommes Lied,
Wenn auch morgen schon die trübe
Gosse ihre Leichen sieht.

Seelchen sind es, ungezählte,
Die du siehst vor dir im Falle.
Gottgeküßte, gottbeseelte,
So wie du, wie ich, wie alle.
Wesen Gottes, die beseelt sind
Durch der Liebe starkes Licht,
Und wie wir zum Kampf erwählt sind
In dem engen Kreis der Pflicht.


  Alfons Petzold . 1882 - 1923






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