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Gedichte, Lyrik, Poesie

Zu guter Letzt
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Wilhelm Busch
Zu guter Letzt . 1. Auflage 1904



Die Mutter plagte ein Gedanke.
Sie kramt im alten Kleiderschranke,
Wo Kurz und Lang, obschon gedrängt,
Doch friedlich, bei einander hängt.
    Auf einmal ruft sie: Ei sieh da,
Der Schwalbenschwanz, da ist er ja!
    Den blauen, längst nicht mehr benützten,
Den hinten zwiefach zugespitzten,
Mit blanken Knöpfen schön geschmückt,
Der einst so manches Herz berückt,
Ihn trägt sie klug und überlegt
Dahin, wo sie zu schneidern pflegt,
Und trennt und wendet, näht und misst,
Bis daß das Werk vollendet ist.
    Auf die Art aus des Vaters Fracke
Kriegt Fritzchen eine neue Jacke.
    Grad so behilft sich der Poet.
Du liebe Zeit, was soll er machen?
Gebraucht sind die Gedankensachen
Schon alle, seit die Welt besteht.


  Wilhelm Busch . 1832 - 1908






Gedicht: Die Mutter plagte ein Gedanke

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Die Mutter plagte ein Gedanke, Wilhelm Busch