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Weltmusik
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Karl Henckell
Weltmusik . 1. Auflage 1918



Hymne an Zeppelin

Majestätische,
Stolze Geleise
Zog es von dannen ...
Wie staunte die Nacht!
Wunder umwob
Die geflügelte Reise,
Von dem gewaltigen
Luftschiff vollbracht.

Willkür und Allmacht
Der Winde gebrochen,
Dunkles Geheimnis
Des Fluges erkannt!
Höher die Pulse
Der Harrenden pochen,
Sphären gehorchen
Der steuernden Hand.

Wachende Städte!
Wimmelnde Fluren!
Siegverkündender
Funke der Welt!
Völker des Erdballs
Folgen den Spuren,
Die durch das Luftreich
Vorbahnt ein Held.

Held! Ob erschütternden
Mißgeschickes
Blindverwüstendes
Feuer dich schlug,
Unbeirrbar
Forschenden Blickes
Planst du schon neuen,
Erprobteren Flug.

Held! Deiner Seele
Einiger Wille,
Deiner Erkenntnis
Sicherer Mut
Hielt in Stürmen des
Ungemachs stille,
Weihte dem Meisterwerk
Leben und Blut.

Graf Zeppelin,
Du zähester Schwabe,
Dem sich der Sehnsucht
Erfüllung beschied,
Dir unsrer Herzen
Dankbare Gabe,
Dir der Bewunderung
Schwellendes Lied.


  Karl Henckell . 1864 - 1929






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