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Ferdinand Freiligrath
Gedichte
. 1848
When 'midst the gay I meet
nach Thomas Moore
Glänzt in der Frohen Kreis
Mir deines Lächelns Schein,
Ob ich's auch stündlich seh' und weiß,
Kaum mag ich's nennen mein!
Doch wenn an meiner Brust
Dir Thrän' auf Thräne rinnt,
Dann fühl' ich es mit glüh'nder Lust,
Daß sie mein eigen sind.
Drum all dein Lächeln gib
Der Frohen kaltem Heer;
Anlächle, die dir minder lieb:
Mir nur laß deine Zähr'!
In farb'gem Lächeln glüh'n
Des Jura schnee'ge Höh'n,
Und Kälte dennoch fesselt ihn,
Wie wir ihn glüh'n auch sehn.
Einzig erwärmen kann
Ihn oft ein Sonnenkuß;
Urplötzlich schmilzt das Lächeln dann
Und wird zum Thränenguß.
Drum all' dein Lächeln gib
Der Frohen kaltem Heer;
Anlächle, die dir minder lieb:
Mir nur laß deine Zähr'!
Ferdinand
Freiligrath . 1810 - 1876
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