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Gedichte, Lyrik, Poesie

Der Teppich des Lebens
162 Bücher



Stefan George
Der Teppich des Lebens . 4. Auflage 1908



Die Fremde

Sie kam allein aus fernen gauen
Ihr haus umging das VOLK mit grauen
Sie sort und buk und sagte wahr
Sie sang im mond mit offenem haar.

Am kirchtag trug sie bunten staat
Damit sie oft zur luke trat..
Dann ward ihr lächeln süss und herb
Gatten und brüdern zum verderb.

Und übers jahr als sie im dunkel
Einst attich suchte und ranunkel
Da sah man wie sie sank im torf -
Und andere schwuren dass vorm dorf

Sie auf dem mitten weg verschwand..
Sie liess das knäblein nur als pfand
So schwarz wie nacht so bleich wie lein
Das sie gebar im hornungschein.


  Stefan George . 1868 - 1933






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